Q&A Ordensleben

Gibt es Fragen zum Ordensleben, die dir unter den Nägeln brennen? Vielleicht ergeht es anderen ja genauso! So stelle sie doch hier auf dieser Seite, wo sie – zusammen mit der Antwort – von allen gelesen werden können.

Fragen rund ums Ordensleben

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Frage von Lutz, 24.01.22, 09:18: Sind ewige Gelübde noch zeitgemäß?

Ich habe gehört, dass buddhistische Mönche keine ewigen Gelübde ablegen und nur temporär im Kloster verweilen. Dies wäre doch auch für die christlichen Klöster erfolgversprechend, die doch alle sehr unter großem Nachwuchsmangel leiden. Die Klöster sollten sich mehr öffnen und versuchen, einen neuen Aufbruch zu wagen und dabei auf die Führung des Heiligen Geistes vertrauen, was auch Papst Franziskus immer wieder anmahnt. Was denken Sie darüber?

Antwort: Tatsächlich gibt es im buddhistischen Mönchtum die Möglichkeit, zeitlich beschränkt in einem Kloster mitzuleben; allerdings bleiben viele ihr Leben lang da.

Sie sprechen eine richtige Spannung an: Die katholische Kirche denkt in lebensumspannenden Zeitdimensionen, indem man sich einmal für etwas entscheidet und dies dann durchzieht (z. B. Ehe). Der postmoderne Mensch ist sich allerdings eher gewohnt, in zeitlich überschaubaren Zyklen zu denken. Von daher rührt wohl auch die Angst, sich für etwas zu entscheiden, das ein Leben lang gelten soll. Ob nun zeitlich beschränkte “Engagements” tatsächlich mehr Leute ins Kloster führen würden, ist schwierig zu sagen; es gibt da ja noch weitere Faktoren, die der postmodernen Lebensgestaltung ebenfalls zuwiderlaufen. Gewiss aber würde dem christlichen Mönchtum etwas Entscheidendes abhanden kommen, geht es hier doch darum, alles auf Gott zu setzen – nicht nur ein wenig oder nur eine gewisse Zeit lang, mit einer jederzeit geöffneten Hintertür. Man gibt sich so auch ganz anders in dieses Leben und die konkrete Gemeinschaft vor Ort mit ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten ein. / P. Thomas

Frage von Benny, 05.01.22, 12:37: Berufung zum Mönch: Wie stellt man es an und kann man auch nach ewigen Gelübden wieder austreten?

Vor ein paar Jahren habe ich den Film “Der Name der Rose” gesehen und seitdem lässt mich der Gedanke, in ein Kloster einzutreten, nicht mehr los. Wie nimmt man eigentlich Kontakt zu einem Kloster auf? Muss man einen langen Brief an den Abt schreiben oder kann man einfach ein Kloster aufsuchen und sagen, dass man Mönch werden will? In der Benediktinerregel habe ich gelesen, dass man dreimal abgelehnt werden müsse. Gilt dies auch heute noch? Auch würde ich gerne wissen wollen, wenn man ewige Gelübde abgelegt hat, kann man dann trotzdem noch austreten, weil man sich als Pater im Beichtstuhl in eine attraktive Frau verliebt hat? Dies kann ja echt passieren und ich weiß echt nicht, ob ich da noch Mönch sein will… Mönche sind doch auch nur Menschen und keine Engel oder Heilige? Woran erkennt man eigentlich, dass man zum Mönch berufen sei?

Antwort: Du stellst eine Reihe grosser Fragen, zu denen man ein ganzes Buch schreiben könnte. Vielleicht schaust Du dazu tatsächlich mal in den “Himmelsstürmer” rein. Einige kurze Antwortversuche aber gleichwohl zu Deiner Frage: Du kannst Dir gewiss vorstellen, dass der Film “Der Name der Rose” nicht die (heutige) Realität von Klöstern widerspiegelt. Um diese kennenzulernen, empfehle ich Dir, ein paar Tage als Gast in einem Kloster mitzuleben. Das ist jeweils auch der erste Schritt für einen möglichen Eintritt. Bei Deinem Aufenthalt wirst Du gewiss die Möglichkeit haben, mit Ordensleuten in Kontakt zu kommen, unter anderem wohl auch mit demjenigen, der für die Aufnahme von Interessenten zuständig ist. Dieser sollte tatsächlich zurückhaltend sein und – wie es der heilige Benedikt in seiner Regel formuliert – weniger vom Klosterleben vorschwärmen, sondern ihm auch die Schwierigkeiten und Herausforderungen aufzeigen. Einen Interessenten nicht grad sofort aufzunehmen, zeigt ihm, ob dessen Wunsch nach einem Leben im Kloster länger als nur eine kurze Zeit anhält. Ob das Klosterleben tatsächlich etwas ist, das man sich ein Leben lang vorstellen kann, prüft man während einer relativ langen Probezeit, die mit der Feierlichen Profess – meist nach fünf Jahren – zum Abschluss kommt. Nach diesem Versprechen ist es nicht mehr gedacht, dass man wieder austritt. Vielmehr versucht man, den Entschluss auch in Krisenzeiten in Treue durchzutragen, gerade auch wenn man sich in jemanden verliebt. Gleichwohl gibt es immer wieder mal den Fall, dass jemand die Gemeinschaft wieder verlässt. Dies geschieht im Idealfall gut geregelt, indem etwa dem Betreffenden geholfen wird, “in der Welt” wieder Fuss zu fassen. Zivilrechtlich ist also die Profess nicht bindend, sodass man bei einem Austritt auch keine “Strafe” zu befürchten hat. / P. Thomas

Frage von Tobias, 03.01.22, 18:45: Gibt es ein Kloster der kath. Tradition im deutschsprachigen Raum?

Ich habe vor 2 Jahren die lateinische Tridentinische Messe für mich entdeckt, die ich nicht mehr missen möchte. Leider aber kenne ich keine monastische Ordensgemeinschaft im deutschsprachigen Raum, die ein benediktinisches Klosterleben gemäß der katholischen Tradition führt. In Frankreich gibt es zwar solche Klöster, aber leider kann ich kein Französisch und ich weiß echt nicht, ob ich dort zurechtkommen würde. Vielleicht können Sie mir ja helfen und mir ein Kloster der katholischen Tradition im deutschsprachigen Raum nennen, wohin ich mich mit meinem Anliegen vertrauensvoll wenden könnte.

Antwort: Grundsätzlich stehen alle monastischen Gemeinschaften im deutschen Sprachraum auf dem Fundament der katholischen Tradition und bemühen sich nach ihren Möglichkeiten um eine feierliche Liturgie. Wenn Du nach einer Gemeinschaft suchst, welche die Heilige Messe nach dem Tridentinischen Ritus feiert, dann wird es tatsächlich schwierig, da im deutschen Sprachraum sämtliche monastische Gemeinschaften die Liturgiereform im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils mitvollzogen haben. Die Trappistenabtei Mariawald (Deutschland) versuchte vor einigen Jahren ein Zurück zum alten, vorkonziliären Usus, doch ist dieses Experiment gescheitert und das Kloster zwischenzeitlich geschlossen worden.
Das monastische Leben will gerade die Konzentration auf das Wesentliche lenken. Darum ist nicht so sehr das WIE (Ritus) die zentrale Frage, sondern das WAS (Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit). Darum raten wir Dir, eine Gemeinschaft zu suchen, welche die Liturgie der Kirche im Geist der frohen Hingabe und nach den aktuellen liturgischen Vorschriften feiert, und Gottes Gegenwart auch darin zu entdecken. Denn tatsächlich würden nur ästhetische Gründe und liturgische Präferenzen die mit einem Klostereintritt in einem fremden Kulturkreis verbundenen Schwierigkeiten kaum aufwiegen.
Nimm diese Frage doch ins Gebet und lass sich von Gottes Geist führen. Die Bibel ist voller Geschichten von Männern, die eigentlich anderswohin wollten, aber von Gott aufgerufen wurden, sich auf ein Abenteuer des Vertrauens einzulassen. Es lohnt sich also, Dich nicht nur von Deinen eigenen Vorstellungen bei der Wahl einer Gemeinschaft leiten zu lassen. Probier es doch mal aus! / P. Philipp

Frage von Norbert S., 30.12.21, 18:48: Psychologisches Gutachten für Kandidaten?

Ich habe von einem Pfarrer gehört, dass neuerdings vor dem Eintritt ins Kloster oder Priesterseminar ein psychologisches Gutachten einzuholen sei. Ist dies nun allgemein verbindliche Praxis von allen Klöstern und Ordensgemeinschaften? Gibt es hierzu ein besonderes Dekret aus Rom? Was sind eigentlich die psychologischen Kriterien für eine positive Beurteilung eines Kandidaten oder einer Kandidatin?

Antwort: Tatsächlich gibt es Verantwortliche für die Ausbildung in Priesterseminarien bzw. für den Ordensnachwuchs, die als Bedingung für den Eintritt ein solches psychologisches Gutachten (Assessment) verlangen, womit sie mögliche künftige Probleme vorbeugen wollen. Allerdings gibt es hierfür keine einheitliche Regelung und schon gar nicht eine verbindliche Weisung aus Rom. Es gibt deshalb auch viele Verantwortliche, die lieber selbst in Gesprächen mit dem Kandidaten herauszufinden versuchen, ob jemand die nötige Reife, Kapazität, Integrität und Authentizität für ein geistliches Leben mitbringt. / P. Thomas

Frage von Anke, 26.12.2021, 10:59: Darf man als Ordensfrau/Ordensmann an Weihnachten die Familie besuchen?

Ich würde gerne von Euch wissen, ob man als Ordensschwester oder Ordensbruder an Weihnachten die Familie besuchen darf. Weihnachten ist doch das Fest der Familie!? Ist dies auch Novizen bzw. Novizinnen erlaubt?

Antwort: Weihnachten ist tatsächlich ein Fest der Familie, aber mehr noch ein Fest Gottes. Deshalb begeht eine Ordensperson dieses Fest in erster Linie in Gottesdiensten, zudem in seiner neuen “Wahlfamilie”, der Ordens-/Klostergemeinschaft. Nach den eigentlichen Festtagen gibt es aber durchaus die Möglichkeit, zur Familie zu gehen – oder dass diese einen besuchen kommt. Für Novizinnen/Novizen wird dies aber meist etwas strenger gehandhabt. / P. Thomas

Frage von Karsten, 21.12.2021, 09:25: Wie wird man Mönch?

Ich interessiere mich für das Klosterleben und würde gerne wissen wollen, wie man Mönch wird. Was gibt es für Voraussetzung und wie läuft die Ausbildung zum Mönch ab? Welches Kloster wäre zu empfehlen?

Antwort: Verschiedene Orden/Klöster kennen verschiedene Voraussetzungen, um bei ihnen eintreten zu können, sowie unterschiedliche Etappen bis zum “fertigen” Ordensmann. Allgemein kann man aber sagen, dass ein Kandidat etwa Folgendes mitbringen muss: Volljährig, katholisch, physisch und psychisch gesund, abgeschlossene Berufslehre oder Matura/Abitur, schuldenlos und ohne finanzielle Verpflichtungen. Nach Gastaufenthalten in einem Kloster/einer Ordensniederlassung folgen Gespräche mit demjenigen, der für die Aufnahme von Interessenten verantwortlich ist. Wenn daraufhin ein Eintritt erfolgt, stehen verschiedene Stadien an (Postulat/Kandidatur, Noviziat, Einfache Profess, Feierliche Profess). Die Zeit bis zum endgültigen Eintritt dauert meist etwa fünf Jahre. Detaillierter haben wir es in unserem Buch beschrieben, wo Du auch verschiedene Orden vorgestellt findest. Das gibt Dir vielleicht Ideen, welcher von ihnen am ehesten zu Dir passen könnte, wobei auch der “Berufungsgenerator” auf dieser Seite eine weitere Hilfe sein könnte: https://himmels-stuermer.org/berufungsgenerator/. Wenn Du möchtest, kannst Du Dich natürlich auch mal per Mail melden: info@himmels-stuermer.org / P. Thomas

Frage von Benno K., 08.12.2021, 18:55: Ordensgelübde noch zeitgemäß?

Es würde mich interessieren, wie die Ordensgelübde heutzutage gelebt werden. Was bedeutet konkret das Gelübde der Armut für einen Ordensmann? Es scheint mir eigentlich eine Farce zu sein, weil der Ordensmann sozial abgesichert und oft in einem Kloster mit vielen Kunstschätzen lebt und sich keinerlei finanzielle Sorgen machen muss. Auch kann er sich ganz ungestört seinen Studien widmen, ohne dabei irgendeiner Arbeit nachgehen zu müssen. Das Gelübde der Keuschheit scheint mir auch fragwürdig zu sein, weil der Sexualtrieb im fortschreitenden Alter abnimmt. Das problematischste Gelübde aber scheint mir der Gehorsam zu sein, der die Ordensleute zeitlebens hindert, eigenverantwortliche reife Menschen zu werden, weil sie letztlich wie Kinder ihren Oberen untergeordnet bleiben, was keine innerliche Reifung eines mündigen Erwachsenen ermöglicht. Sind eigentlich noch die Ordensgelübde zeitgemäß? Ich denke, dass die meisten Menschen den Sinn dieser Ordensgelübde nicht mehr nachvollziehen können. Was ist Ihre geschätzte Meinung zu dieser Thematik?

Antwort: Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dies tatsächlich eine Frage oder nicht eher ein Statement ist. Gerne aber gehe ich in der gebotenen Kürze darauf ein: Ein Ordensleben lädt auch heute dazu ein, bescheiden zu leben, nicht immer alles und das Neueste haben zu wollen, ja sich davon abhängig zu machen, um den Blick frei zu haben für die Bedürfnisse anderer – selbst wenn man selbst nicht Angst haben muss, ob man morgen etwas zu essen haben wird. Das ist gewiss zeitgemäss. Arbeiten tut im Übrigen auch ein Ordesmann etwas. Er sitzt also nicht den ganzen Tag rum und wartet auf die nächste Mahlzeit… Ob der Sexualtrieb tatsächlich mit dem Alter verschwindet, kann ich noch nicht abschätzen. Ich glaube aber, dass dies nicht unbedingt sein muss. Das Gelübde der Keuschheit ist allerdings mehr als der Verzicht auf das Ausleben von sexuellen Bedürfnissen. Es ist ein bewusstes, massvolles Umgehen mit sich selbst und seinen Bedürfnissen sowie mit anderen und deren Bedürfnissen. Auch dies ein Weg, der zeitlos ist. Und Gehorsam schliesslich meint nicht einfach willenlose Selbstaufgabe: Es ist vielmehr das Hinhören auf die Stimme Gottes, auf seinen Willen, den ich vielleicht gerade in der Stimme der Oberen höre. Aber initiativ, kreativ und eigenverantwortlich darf man dabei dennoch sein. Das Hinhören auf andere, ohne stets seinen eigenen Willen durchsetzen zu wollen, tut bestimmt auch in der heutigen Zeit gut. Zu all diesen Themen haben wir übrigens in unserem Buch recht viel geschrieben. Sie finden dort also eine weit ausführlichere und wohl auch befriedigendere Antwort, als ich sie hier geben kann. / P. Thomas

Frage von Benedikt, 24.11.2021, 10:15: Was raten Sie mir?

Ich mache nächstes Jahr Abi und würde eigentlich gerne Mönch werden. Mein Pfarrer aber meint, dass das Ordensleben keine Zukunft mehr habe, weil die meisten Klöster immer mehr vergreisen. Dies macht mir echt große Sorgen. Mit meinem Vater habe ich die Abtei **** besucht, die mir recht gut gefallen hat. Aber mein Pfarrer riet mir ab, weil der Konvent hoffnungslos zerstritten sei. Auch sei es egoistisch, wenn junge Leute sich bei diesem akuten Priesternotstand in ein Kloster zurückziehen und nicht in ein Priesterseminar eintreten. Denn Priestertum sei Dienst am Nächsten und keine Selbstbeweihräucherung, die in den kontemplativen Klöstern praktiziert werde. Was raten Sie mir?

Antwort: Vielen Dank für Deine persönliche Frage. Die Begleitung bei der Suche nach der Berufung sollte losgelöst von eigenen Interessen sein; es geht nicht darum, Pfarrstellen zu besetzen oder Mönchszellen zu füllen, sondern darum, dass der Betreffende jenen Ort findet, zu dem hin Gott gerufen hat. Wenn Dich also Dein Herz in ein Kloster führt und Dir eine erste Begegnung mit diesem gefallen hat, würde ich mal auf diesem Weg weitergehen – ohne natürlich gutgemeinte Ratschläge wie den Hinweis auf Überalterung oder Zerwürfnisse auszuschlagen. Mit einer rosaroten Brille auf der Nase sieht man oft manche Dinge nicht, die später zu echten Problemen werden könnten. Wenn Du möchtest, kannst Du Dich auch gerne persönlich an uns wenden: info@himmels-stuermer.org. So oder so Gottes Segen auf der Suche nach Deinem Weg! / P. Thomas

Frage von Martin, 17.11.2021, 12:55:
Homosexualität unter Mönchen


Ich habe immer wieder gehört, dass in Klöstern und Priesterseminaren viele homosexuell seien. Es sollen über 50% der Ordensleute/Priester homosexuelle Neigungen haben. Ist da etwas Wahres dran? Was sind Eure Erfahrungen und wie wird heutzutage mit Homosexualität im Klosterleben umgegangen. Gibt es auch homosexuelle Seilschaften in Klöstern, die es ja auch im Vatikan geben soll?

Antwort: Eine Klostergemeinschaft ist ein Querschnitt durch die allgemeine Gesellschaft. Da gibt es Leute, die sich schnell über etwas aufregen, die künstlerisch begabt sind, die gerne Sport treiben etc. So kann es auch in Klöstern homosexuelle Mönche geben. Zahlen dazu kenne ich aber keine. Im Kloster geht es freilich darum, mit jenen Eigenschaften, die man als Mensch mitbringt, als Mönch bewusst umzugehen: Indem ich beispielsweise im Zorn nicht grad ausraste, sondern meine Emotionen im Griff zu haben versuche. So ist es auch mit den sexuellen Neigungen: In der zölibatären Lebensform verzichtet man darauf, sie auszuleben – da spielt es eigentlich keine Rolle, ob man nun auf das andere oder dasselbe Geschlecht steht. / P. Thomas

Frage von Lena, 21.09.2021, 16:50: Pendant für Frauen

Gibt es ein entsprechendes Buch auch für Frauen, die auf der Suche sind, da sich dieses an Männer richtet?

Antwort: Tatsächlich ist ein solches in Planung. Wir hatten uns lange überlegt, ob es passend ist, ein Buch nur für Männer zu schreiben. Wir kennen aber vor allem die männliche Spiritualität sowie die Situation in Männerklöstern. Ich glaube, weibliche Spiritualität ist anders, auch die Situation in Frauenklöstern ist eine andere. Wir fanden es deshalb vermessen, als Männer über Frauen zu schreiben. Ein gemeinsames Projekt mit Frauen wiederum hätte das Buch zu umfangreich gemacht. Dass nun “bald” auch ein solches für Frauen entsteht, freut uns natürlich sehr. / P. Thomas

 

Frage von Lars, 18.09.2021, 21:14: Ordenskleid

Wieso ist eigentlich das Ordenskleid vieler Orden schwarz, braun oder weiss?

Antwort: Schwarz, braun oder weiss bedeutet, dass man bewusst auf das Färben der Wolle verzichtete, sondern diese naturbelassen hielt. Schliesslich waren Farbstoffe eine teure Angelegenheit. So brachte man schon im Äussern eine Bescheidenheit zum Ausdruck, indem man sich nicht in bunte, wertvolle Tücher sowie in Schmuck hüllte. / P. Thomas